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Techniktraining: ft 9/2017 zeigt die verschiedenen Ansätze

Methodische Reihen? Oder eben doch das Prinzip 'Spielen – Üben – Spielen'? Welche Methodik eignet sich am besten, um die technischen Fertigkeiten der Spieler zu verbessern. ft-Chefredakteur meint im Editorial zur neuen Ausgabe 9/2017, die auf dem Weg zu den Abonnenten ist, dass der Stellenwert der Technik im Problemlösungsspiel Fußball zur Streitfrage geworden sei. Lieber allgemein trainieren oder positionsspezifisch? Ansätze gibt es viele! Mit dem Schwerpunktthema der neuen Ausgabe gibt die Redaktion Orientierung.

Die Beiträge im Überblick

Da die verschiedenen Methoden für das Techniktraining eng mit den persönlichen Überzeugungen der Trainer verbunden sind, stellen wir die Autoren der relevanten Beiträge und ihre Ansätze ausführlicher als gewohnt vor. Der Trainer von Hannover 96, André Breitenreiter, vertritt zum Beispiel die Überzeugung, dass auch Profis noch immer wieder an ihrer Technik feilen müssen. Für Marco Henseling gilt es dabei, stets einen hohen Gegnerdruck zu erzeugen. Für ihn ist isoliertes Techniktraining wenig zielführend: "Eine ruhige See macht niemals einen fähigen Seefahrer!"

Differenzierter sehen dies Lennart Claussen und Martin Mroß vom Landesverband Mecklenburg-Vorpommern: Sie plädieren dafür, die Abläufe zunächst isoliert zu erlernen und sie dann schnellstmöglich in Spielformen anzuwenden. Für einen Mix plädiert auch Peter Hyballa. Ein systematisches Techniktraining hält er auf jeden Fall für dringend notwendig: "Viele Junge Spieler werden athletisch und taktisch zwar optimal auf den Profifußball vorbereitet, weisen in puncto Technik jedoch oftmals noch Defizite auf!"

David Niedermeier, Leiter der Münchner Fußballschule, ist sich sicher, dass ohne ein isoliertes Training auch kein wettkampfgemäßes Anwenden möglich ist. "Ohne Einschleifen über viele Wiederholungen geht nichts!" so der Trainer. Hierzu passend stellt er Finten und Kappbewegungen für jede Spielsituation vor. Das sieht Rainer Walter, ebenfalls Chef einer Fußballschule, ähnlich. Dabei baut er sogar auf spezielle Materialien wie den 'Rebounder Cube'. Und auch ein Beispiel aus dem Handball, vorgestellt von handballtraining-Redakteur Thomas Hammerschmidt, zeigt, dass auch in anderen Sportarten durchaus isoliert trainiert wird.

Die aktuelle Ausgabe beinhaltet also umfangreiches Material zur Meinungsbildung und lädt auch dazu ein, mitzudiskutieren. Weitere Praxisinhalte bietet die Beilage Praxis Plus: Diesmal stehen zwei Trainingseinheiten inklusive Variationen zum 'zweiten Ball' sowie zum Ballbesitz zur Verfügung. Außerdem stellt Autor Frank Ewert vom SV Atteln in Ostwestfalen Eckball- und Freistoßvarianten vor.

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