Unter dem Motto „Potenziale erkennen, entwickeln und nutzen“ findet der diesjährige Internationale Trainer-Kongress (ITK) des Bundes Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL) in Mainz statt. Am zweiten Tag gab unter anderem Oliver Lederer, Ausbildungsleiter und Cheftrainer der U18-Junioren beim Österreichischen Fußball-Bund, mit dem Titel „Unser Weg zum Tor“ Einblicke in die offensive Spielidee unseres Nachbarn. FT-Redakteur Jonas Aulkemeyer begleitet den ITK und berichtet von dort.
Direkt zur Trainingspraxis
Der Weg zum Treffer ist vielfältig. Das Ziel ist dabei, die größtmögliche Torchance herauszuspielen – sozusagen einen Elfmeter aus dem Spiel heraus zu bekommen. Um erfolgreich zu sein, ist eine einheitliche Definition von Druck zwischen Trainern und Mannschaft entscheidend. Die Akteure müssen wissen, welche Druckbedingungen es gibt und vor allem, wie sie damit umgehen und wie sie diese zum eigenen Vorteil nutzen können.
Druckbedingungen
- Wie hoch ist der Raumdruck aufgrund der (Anzahl und Positionierung der) Gegner im „Players First-Kreis” (Akteure, die direkt Druck auf den Ballführenden auslösen können)?
- Wie viel Zeit habe ich, um meine Aktion umzusetzen?
- Wie genau muss meine Aktion sein?
- Zwischen wie vielen Handlungsmöglichkeiten muss ich entscheiden?
Den Druck für das Angriffsspiel nutzen
Es gilt, die Spieler zu sensibilisieren, darauf zu achten, von wo sie Druck bekommen. Dann können sie mithilfe der Leitlinie „Dort fortsetzen, wo der Druck begonnen hat“ Lösungen für das Offensivspiel finden.
Um das gegnerische Pressing für das Angriffsspiel zu nutzen, können darüber hinaus Prinzipien aus dem Futsal Unterstützung bieten. Das Spiel mit der Sohle lockt den Gegner beispielsweise an und schafft in der Folge spannende Möglichkeiten zur Fortsetzung.
Ziel bleibt es jedoch immer, einen Akteur in offener Stellung zu finden, der mit dem Gesicht zum Tor das Spiel beschleunigen und damit in die nächste Phase überführen kann.