FT 10/2026 – Internationaler Fußball

FT 10/2026 – Internationaler Fußball

Fußball wird überall nach denselben Regeln gespielt – doch wie Mannschaften trainieren und spielen, ist nicht nur von Trainer zu Trainer, sondern auch – und manchmal vor allem – von Land zu Land verschieden. Gesellschaft, Vereinsgeschichte und gewachsene Werte prägen nämlich auch das, was auf dem Platz wichtig ist – mal mit größerer, mal mit kleinerer Gewichtung zur einen oder anderen Seite: individuelle Freiheit oder diszipliniertes gemeinsames Handeln, technische Kreativität oder taktische Ordnung, Angriffslust oder Sicherheitsdenken. In Fußballtraining 10/26 stellen verschiedene Klubs in unterschiedlichen Ländern deren Kultur und Spiel- wie Trainingsidee vor.

Weil das Spiel die Kultur mitdenkt

Wir haben uns für diese Ausgabe im internationalen Fußball umgeschaut und umgehört, fanden bereits vorhandenes Wissen bestätigt, aber auch manches Klischee widerlegt. So sind sich die Niederlande und Spanien recht ähnlich in ihrer Herangehensweise, wenn auch gerade im Land des Weltmeisters eine landesweite Idee entwickelt wurde, die ihresgleichen sucht und mit Erfolgen belohnt wird. Und dennoch gibt es auch hier Unterschiede zwischen Vereinen und Regionen. 

In Japan lenkt man den Blick auf Disziplin, Mentalität und die Aufgabe des Einzelnen im Team. In Portugal wiederum ist das Siegenwollen und -müssen enorm ausgeprägt. In den USA hingegen treffen Einflüsse aus Sport, Ausbildung und einer vielfältigen Gesellschaft auf neue Ansätze in Athletik, Organisation und Spielerentwicklung.  

Solche Zuschreibungen können nur Annäherungen sein. Kein Land besitzt die eine Fußballkultur, kein Verein folgt ausschließlich einem nationalen Muster. Gerade deshalb lohnt der genaue Blick auf die tägliche Arbeit: 

  • Wie wird gecoacht?
  • Wie werden Entscheidungen vermittelt? Welche Freiheiten erhalten Spieler?
  • Und wie werden die Überzeugungen ins Training übertragen?  

Internationale Beispiele liefern allerdings keine fertigen Rezepte. Sie helfen, die eigene Arbeit aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten – und vielleicht eine vertraute Lösung neu zu hinterfragen. Denn wer andere Fußballkulturen versteht, schärft auch den Blick für die eigene.