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S C H I E D S R I C H T E R - Z E I T U N G 5 / 2 0 1 2
wei Württemberger
2012.
Im Rahmen des Sommer-Trainingslagers in Altensteig erhielten sie die
ischen über ihr erfolgreiches Jahr gesprochen.
Kommission genauso einstimmig
getroffen wie die Entscheidung, wer
bei den Frauen die Beste im vergan-
genen Jahr war. So wurde Christine
Baitinger ebenfalls im Rahmen des
Lehrgangs in Altensteig zur
Schiedsrichterin des Jahres gekürt.
Nach der Geburt ihres Kindes hatte
sie ein Jahr lang mit der Schieds-
richterei pausiert. „Dass es mit dem
Comeback in der abgelaufenen Sai-
son so gut geklappt hat, freut mich
natürlich riesig“, sagt die Mutter
eines einjährigen Sohnes. „Ich
konnte vorher nicht wissen, wie die
Schwangerschaft mich verändern
würde. Aber ich hatte immer das
Ziel, auf den Fußballplatz zurückzu-
kommen, und die Fitness war tat-
sächlich schnell wieder da.“
Fandel lobte die FIFA-Schiedsrichte-
rin, die bereits seit 13 Jahren auf
der DFB-Liste steht, in höchsten
Tönen: „Christine Baitinger bringt
seit Jahren hochrangige internatio-
nale Spiele sehr gut über die Bühne
und hat sich jetzt in beeindrucken-
der Weise zurückgemeldet. Genau
wie Knut Kircher ist sie ein Vorbild
für alle anderen Schiedsrichter.“
Für die Verwaltungsfachangestellte
ist es nach 2006 und 2008 bereits
die dritte Ehrung als Schiedsrichte-
rin des Jahres. Darüber hinaus darf
sich Christine Baitinger, die für den
TV Darmsheim pfeift, in diesem
Sommer über eine weitere Aus-
zeichnung freuen, und zwar über die
Nominierung für die U 20-Frauen-
Weltmeisterschaft Ende August in
Japan.
Dass in diesem Jahr die beiden
Preisträger aus dem gleichen Lan-
desverband kommen, wollte das
baden-württembergische Verbands-
magazin „Im Spiel“ verständlicher-
weise gern als Premiere („das gab
es noch nie“) an die Landesfahnen
heften. Aber ganz so einmalig ist
die Sache nicht, denn bereits im
Jahr 2009 hatten mit Florian Meyer
und Bibiana Steinhaus zwei Nieder-
sachsen den „Schiedsrichter-Oscar“
(
Zitat Knut Kircher) gewinnen kön-
nen. Dennoch freuen sich Kircher
und Baitinger natürlich für den
jeweils anderen Württemberger
ganz besonders. „Das ist eine tolle
Sache, dass Christine nach ihrer
Babypause so problemlos wieder
zurückkommt und den Anschluss –
national und international – wieder
finden kann“, sagt Kircher.
Für seine „beruhigende“ Spielleitung im Meisterschafts-End-
spurt zwischen Borussia Dortmund und Bayern München ern-
tete Knut Kircher von allen Seiten Lob.
Christine Baitinger leitete im Mai das Spitzenspiel der Frauen
zwischen dem 1. FFC Turbine Potsdam und dem 1. FFC Frank-
furt.
Aldinger war der Erste
Heinz Aldinger aus Waiblingen
wurde vor 37 Jahren als Erster vom
DFB zum Schiedsrichter des Jahres
gekürt. Ihm folgten, wie die Liste
zeigt, die Top-Namen der deutschen
Schiedsrichterei. Seit 2004 wird
dieser Titel auch bei den Frauen
vergeben.
1975
Heinz Aldinger
1976
Ferdinand Biwersi
1977
Walter Eschweiler
1978
Rudolf Frickel
1979
Jan Redelfs
1980
Volker Roth
1981
Klaus Ohmsen
1982
Walter Horstmann
1983
Franz-Josef Hontheim
1984
Wolf-Dieter Ahlenfelder
1985
Dieter Pauly
1986
Volker Roth
1987
Aron Schmidhuber
1988
Dieter Pauly
1989
Karl-Heinz Tritschler
1990
Dieter Pauly
1991
Aron Schmidhuber
1992
Aron Schmidhuber
1993
Karl-Josef Assenmacher
1994
Hellmut Krug
1995
Markus Merk
1996
Markus Merk
1997
Alfons Berg
1998
Bernd Heynemann
1999
Hellmut Krug
2000
Markus Merk
2001
Herbert Fandel
2002
Hellmut Krug
2003
Hellmut Krug,
Markus Merk
2004
Markus Merk
und Christine Frai
2005
Herbert Fandel
und Elke Günthner
2006
Markus Merk
und Christine Beck
2007
Herbert Fandel
und Bibiana Steinhaus
2008
Herbert Fandel, Markus
Merk und Christine
Beck, Bibiana Steinhaus
2009
Florian Meyer
und Bibiana Steinhaus
2010
Wolfgang Stark
und Bibiana Steinhaus
2011
Manuel Gräfe
und Bibiana Steinhaus
2012
Knut Kircher
und Christine Baitinger
Die DFB-Schiedsrichter
des Jahres